Bei der Umsetzung kamen fünf Sondertechniken zum Einsatz: Lasurtechnik, Wickeltechnik, Stupftechnik, Folientechnik und Glättetechnik. Dabei zeigte sich, dass es nicht nur auf das richtige Werkzeug ankommt. „Wickeln mit Gefühl“, sagte eine Auszubildende zu ihrer Tätigkeit. Bei einer anderen Technik waren die Hände selbst das Werkzeug: „Mit den Fingern erschaffe ich Formen und Muster“, beschrieb ein weiterer Azubi seine Arbeit. So entstanden unterschiedliche Strukturen, Farbwirkungen und Oberflächen.
„Uns war wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur einzelne Techniken üben, sondern selbst entscheiden, wie sie diese in einer konkreten Gestaltung einsetzen. Gleichzeitig konnten wir einen Ort aufwerten, der vorher unscheinbar und fast ein wenig düster war“, sagt Lehrerin Sarah Otto, die das Projekt gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft Gaby Pintea begleitete.
Inzwischen sind die Beteiligten im zweiten Ausbildungsjahr. Ihr Projekt aus dem vergangenen Schuljahr ist weiterhin zu sehen und wurde inzwischen noch einmal verfeinert. Es zeigt: Zum Malerhandwerk gehört weit mehr als Streichen und Tapezieren.
